Bayerischer Wald-Verein - Sektion Bodenmais - Aktuelles

Bayerischer Wald-Verein   Sektion Bodenmais e.V.

 

20170524 Vorstand

Die Vorstandschaft des Wald-Vereins Bodenmais nach den Neuwahlen 2017 (von links): Jugendwart Max Kuchler, die Ausschussmitglieder Karl Kollmeier und Robert Schüsser, Kassier Christian Wölfl , Gerda Wölfl (Ausschuss), 2. Vorsitzender Rainer Wölfl, Schriftführerin Elfriede Holzer, Vorsitzender Wolfgang Freilinger, Naturschutzwart Willi Weinberger, Ausschussmitglied Franz Weikl und 2. Wanderwart Hubert Häusler.

 Jahreshauptversammlung  2018

Zur Jahreshauptversammlung der Sektion Bodenmais hatte der 1. Vorsitzende Wolfgang Freilinger die Mitglieder des Bayrischen Waldvereins ins Hofbräuhaus eingeladen. Nach kurzen Begrüßungsworten erinnerte er an die seit der letzten Jahreshauptversammlung verstorbenen Sektionsmitglieder: Xaver Koller, Anna Strohmeier, Heinz Bewerich, Monika Adam, Irene Biendl, Brunhilde Scherer, Rudolf Brandl. Ihrer sowie aller zuvor verstorbenen Sektionsmitglieder wird alljährlich, so wie wieder in diesem Jahr beim Gedenkgottesdienst unterm Harlachbergkreuz in angemessener Weise gedacht werden. Im Anschluss an die Gedenkminute blickte Wolfgang Freilinger auf das vergangene Vereinsjahr zurück, das mit einer Neujahrswanderung eingeleitet wordern war. Insgesamt sind 17 Wanderungen durchgeführt worden, die alle gut und ohne Verletzungen verlaufen sind. Drei Herbstwanderungen musste man wetterbedingt ausfallen lassen. Bei kulturellen Veranstaltungen sowie auch sportlichen Veranstaltungen ortsansässiger Vereine war die Waldvereinssektion ebenfalls gut und erfolgreich vertreten. Finanziell steht nach Aussage des Kassenverwalters die Sektion wie die Jahre zuvor auf einem soliden Fundament, so dass nach Freigabe durch die beiden Kassenprüfer die gesamte Vorstandschaft entlastet und der 1. Vorsitzende zu den Ehrungen langjähriger Mitglieder übergehen konnte: 12 Wald-Vereinlern sollte der Dank für treue Zugehörigkeit zur Sektion ausgesprochen und eine Ehrenurkunde überreicht werden - zum Bedauern der Vorstandschaft waren nur zwei von ihnen erschienen: Hans Haller und Erich Redmann konnten die Ehrungen für 50 Jahre Vereinszugehörigkeit entgegennehmen. Ebenfalls 50 Jahre Mitglied der Sektioin Bodenmais sind Erwin Hiebl, Josef Kagerbauer, Ernst Roßberger, Maria Schaffer, Michael Stern, Alfred Leitertmann, Marianne Seidl und Christa Kretzer. 25 Jahre gehören Silke Hüttinger und Dr. Irmgard Wölfl der Wald-Vereinssektion an. Eine ganz besondere Auszeichnung wurde Christian Wölfl zu teil. Seit 45 Jahren lernkt er als Kassenverwalter die finanziellen Geschicke der Sektion mit großer Sachkenntnis und in besonnener und zuverlässiger Weise - eine Leistung, wie Wolfgang Freilinger betonte, die ihm wohl kaum einer nachmachen wird. Sichtlich überrascht nahm Christian Wölfl die Urkunde für seine Ernennung zum Ehrenmitglied der Wald-Vereinssektion Bodenmais entgegen.

In seinem Schlusswort richtete der 1.Vorsitzende nochmals seinen Dank an alle Mitglieder der Vorstandschaft und des Ausschusses für ihre tatkräftige Unterstützung bei allen Vorhaben der Sektion und brachte seine Freude über das harmonische Verhältnis und den  festen Zusammenhalt in diesem Gremium zum Ausdruck. Auch für 2018 wird wieder ein ausgewogenes Programm zusammengestellt mit Unternehmungen, an denen sich hoffentlich viele Vereinsmitglieder beteiligen werden.

 

Wald-Verein unterwegs in der Randzone des Nationalparks

Typisches Aprilwetter war Begleiter

12 unverdrossene Wanderer der Sektion Bodenmais unternahmen bei heftigem Nieselregen eine Wandertour in die Ausläufer des Nationalparks Bayerischer Wald. Ausgangspunkt war der Ortsteil Lehen in der Gemeinde Lindberg. Auf dem Wanderweg Nr. 1 ging es erst anfordernd bergauf, galt es doch, gut 100 Höhenmeter zu überwinden. Dass sich die Mühen lohnten, konnten alle bald feststellen, denn der aufgeweichte Waldboden ging bald in ein moderates Gelände über. Unterhalb des Riesberges stießen die Wanderer auf alte Marksteine mit dem Kürzel „KW“, die eigentlich nur in der Region um den Silberberg bei Bodenmais bekannt sind. Beim Weiler Jumgmeierhütte, wo vor langer Zeit einmal eine Glashütte bestanden haben soll, erreichte die Gruppe die Randzone des Nationalparks. Der Grassteig, ein gut ausgebauter Wirtschaftsweg, führte leicht ansteigend in den Bereich Mitterbachhöhe. Konnte man die am Wegrand abgelagerten Restholzhaufen Fichtenholz noch mit der Bekämpfung des Borkenkäfers erklären, stieß ein Lagerstapel Buchenholz auf Verwunderung. Sollte sich in der Philosophie der Nationalparkverwaltung eine Änderung ergeben haben? Gleichwohl, der Teil des Weitwanderweges E6 Richtung Spiegelhütte verdrängte diese Gedanken schnell. Auf dem leicht abfallenden Weg erreichte die Gruppe um die Mittagszeit den alten Glashüttenort, wo man im Forsthausstüberl bereits auf die Wanderer gewartet hatte. Es gesellten sich noch einige Senioren als Nachfahrer hinzu. Die überaus gastfreundlichen Wirtsleute hatten auf Vorbestellung deftigen Schweinebraten, Knödel und Kraut vorbereitet. Alles in großen Reinen und Schüsseln serviert, ließ bei allen Erinnerungen an längst vergangene Zeiten aufkommen. Gemütlichkeit pur, die noch von frisch gebackenem Rhabarberkuchen und einer Reine mit gefüllten Hefenudeln abgerundet wurde. So gestärkt wurde der Rückweg in Angriff genommen. Von der Betriebsamkeit in der Glashüttenidylle zeugen noch einige Gebäude, als es hinunter am Brücklbach entlang Richtung Oberlindbergmühle ging. Zahlreiche Wegemarkierungen von unterschiedlichen Organisationen erleichterten die Orientierung zurück zum Ausgangspunkt. Fazit der Wanderung: Erlebnisreiche Natur und herzliche Gemütlichkeit sind die Garanten für eine positive Vereinsveranstaltung.

Wald-Verein auf Kulturwanderung

„Grenzbegegnungen – Wege zwischen Ost und West“ – unter diesem Motto steht der Kunstwanderweg bei Eschlkam, dem die Bodenmaiser Wald-Vereinssektion einen Besuch abstattete.

Auf der Leminger Höhe begutachteten die Wanderer die sechs Kunstwerke aus Stahl, Holz und Stein, die 2001 von tschechischen und deutschen Künstlern installiert wurden und alle das Thema „Europa“ und speziell die Beziehung Bayern-Böhmen beschreiben. Informationstafeln geben Hinweise für die jeweilige Aussageintention der Künstler.

Auf bequemen Wiesen- und Waldwegen steuerte die Bodenmaiser Wandergruppe die letzte Station des Kunstwanderweges an, den Kunstpavillon nahe Stachesried, der nach dem EU-Beitritt Tschechiens am 1. Mai 2004 geschaffen wurde. In Fachkreisen renommierte Maler aus Deutschland, USA und Tschechien haben hier überdimensionale Gemälde zum Thema „In der Mitte Europas – Licht und Schatten“ für eine Dauerausstellung zur Verfügung gestellt.
Passend zur Thematik blies den Wald-Vereinlern ständig der kalte böhmische Wind ins Gesicht, auch als es über die Ortschaft Stachesried wieder zum Ausgangspunkt der Wanderung nach Eschlkam zurückging. Nach einer Mittagspause im Gasthof „Zur Post“ wurde die Ausstellung über den Schriftsteller Maximilian Schmidt, genannt „Waldschmidt“ besichtigt, die im selben Gebäude untergebracht ist. Maximilian Schmidt wurde 1832 in Eschlkam geboren und war einer der meistgelesenen Autoren seiner Zeit. 1919 starb er in München. Der Seniorchef der „Post“ führte durch die Ausstellung und brachte den Bodenmaiser Besuchern anhand vielzähliger Exponate Leben und Werk des Waldschmidt nahe.

Wald-Verein Stammtisch

Jeden ersten Donnerstag im Monat,
im Adam Bräu
um 19:00 Uhr